Ein Buch erleben

Die Magie der Sprache fesselte mich besonders ab meinen NLE (Nah-am-Leben-Erfahrungen).

Beispielsweise durch Bücher, die menschliche Erfahrungen vermitteln:
Lebenslehrer, spirituelle Lehrer, die historischen Schriften aller Weltreligionen.
Auch die alten griechischen Philosophen, besonders die zeitgenössischen deutschen und international anerkannte Philosophen und Schriftsteller bereicherten und inspirierten meinen freien Geist in unaussprechlicher Weise.

Bücher sind für mich ein Geschenk. Jedes Buch ist wie ein noch unbekannter Freund für mich. Während des Lesens entsteht ein tiefe Beziehung und ein Verständnis für den Autor und seine Zeit, in der er lebte und wirkte.

Die Begegnung mit (seinerzeit) noch lebenden Buchautoren wie Dr. Joseph Murphy („Die Macht Ihres Unterbewusstseins“), mit Hariharananda (Lehre des Kriya Yoga), mit Roy Eugene Davis („Die Macht der Seele“) lehrte mich einiges.

Das geschriebene Wort muss nicht mit dem gelebten Wort übereinstimmen

UND WARUM NICHT?

Lesen wir ein Buch oder erleben wir es in unserer Vorstellungskraft?

Einen Film können wir sehen und die bewegten Bilder mit unseren Gefühlen unmittelbar erleben.

Wenn wir ein Buch lesen, interpretieren wir das Gelesene mit unserer momentanen spirituellen Wahrnehmungsfähigkeit – also absolut subjektiv. Deshalb kann oder muss unsere gelesene Wahrnehmung nicht unbedingt mit dem leibhaftigen Buchautor zu 100 % übereinstimmen.

In Wahrheit erleben wir ein Buch in Bildern und unseren persönlichen Gefühlen. Daraus erklärt sich auch die oftmals gemachte Erfahrung, dass wir ein Buch nach einiger Zeit mit einem anderen Bewusstsein lesen und es anders erleben als vorher.
Ein erfreulicher – ganz persönlicher – Bewusstseinssprung lässt uns plötzlich mehr und besser begreifen.

Wissen annehmen

Bücher, die gesellschaftlich wichtiges Wissen vermitteln (das waren Schul- und Lehrbücher, seitdem ich lesen kann – vom 6. Lebensjahr bis heute), – zum Beispiel das Buch „Die Welt von  A-Z“ öffneten mir die Augen für die große weite Welt.

WORTE sind mehr als eine Aneinanderreihung von Buchstaben.

Jeder Buchstabe hat Wert, Gewicht und Bedeutung. Denn es wurde überliefert: „Im Anfang war das Wort – und das Wort war bei Gott!“

Bücher meiner Kindheit

Kinderbücher (2.–7. Lebensjahr):
Bilderbücher, Märchen, Geschichten …
Hier wurden meine bildhafte Vorstellung und Fantasie angeregt und ausgebildet.
Die Schule der Fantasiebildung, das Vertiefen in ein Bild führten zu meditativen Zuständen und innerlicher Gelassenheit …
Die Zeit stand still.

Die Anwendung und der Wert der richtig verwendeten Worte für eine Situation forderten schon früh in meiner Kindheit mein volles Interesse wie auch meine ganze Achtsamkeit.
Daraus ergab sich die Freude für mich, Erlebtes, Erkanntes, Gefühltes in Form von Gedichten niederzuschreiben. Obwohl es sich stets um mein eigenes Leben handelte, wurden meine Niederschriften nicht als solche erkannt.